Klimaneutralisierung

Investitionen in echte Klimawirkungen

Ökologisch

Klimaneutralisierung?

Neutralisierung mag kompliziert klingen, aber das Prinzip ist einfach: Es bedeutet, in Projekte zu investieren, die CO₂ direkt aus der Luft entfernen oder langfristig speichern. Dies erreichen wir durch den Kauf sogenannter CO₂-Neutralisierungszertifikate. Diese Zertifikate stellen eine nachweisbare Menge an CO₂ dar, die anderswo aus der Atmosphäre entfernt wurde.

Warum hilft das? Der Treibhauseffekt ist ein globales Problem: Wo CO₂ freigesetzt oder entfernt wird, spielt physikalisch keine Rolle. Ab 2026 werden wir 125 % unserer Emissionen neutralisieren; das bedeutet, mehr CO₂ aus der Luft zu entfernen, als wir ausstoßen. Auf diese Weise tragen wir zur Reduzierung der Gesamtmenge an CO₂ in der Atmosphäre bei. Sie macht die Neutralisierung zu einer starken Ergänzung unserer eigenen Reduktionsbemühungen, die im nächsten Kapitel beschrieben werden.

Auswahl von Klimaneutralisierungsprojekten

Wir wählen Neutralisierungsprojekte mit großer Sorgfalt aus, weil wir echte Klimawirkungen erzielen wollen. Bei unserer Auswahl berücksichtigen wir:

  • Relevanz: Wir bevorzugen Projekte, die sich auf unseren Sektor beziehen, wie Gartenbau oder regenerative Landwirtschaft, und die vorzugsweise lokal oder regional sind.
  • Glaubwürdigkeit: Wir bewerten kritisch Berechnungsmethoden, wissenschaftliche Belege, Zertifizierungen (wie Verra oder Gold Standard) und den Zeitrahmen, über den CO₂ garantiert gespeichert wird.
  • Team & Governance: Hinter jedem Projekt steht ein Team. Wir bewerten ihre Expertise, Transparenz, Herangehensweise und Engagement.
  • Kosten: Wir investieren mit dem Ziel der maximalen Wirkung pro Euro, ohne Qualität oder Integrität zu beeinträchtigen.

Die vielversprechendsten Initiativen werden unserem Vorstand vorgelegt, der die endgültige Auswahl genehmigt. Basierend auf der Emissionsprognose für das kommende Jahr kaufen wir die erforderlichen CO₂-Gutschriften aus den ausgewählten Projekten.

Neutralisierungsprojekte 2026

Für 2026 stehen zwölf Projekte auf der Liste, die von der CO₂-Speicherung unter dem Meeresboden bis hin zur Anpflanzung von Seegras und dem Mischen von erneuerbarem Diesel (HVO100) an Tankstellen reichen.
Ein Projekt wurde bereits gestartet: die regenerative Farm Horaholm von Erwin Westers – mehr darüber lesen Sie auf S. 20 im Cress Compass Magazin.

CO₂ Vormaus der Außenluft aufnehmen für optimales Pflanzenwachstum

Was als Teil des Sauerstoffsystems auf der Internationalen Raumstation begann, findet nun eine neue Funktion: Skytree setzt diese Technologie in niederländischen Gewächshäusern ein. Mit Direct Air Capture (DAC) wird CO₂ direkt aus der Außenluft gewonnen und sofort für das Pflanzenwachstum im Gewächshaus zur Verfügung gestellt.

Eine Mission, die in der Praxis verwurzelt ist

"Unsere Mission ist klar", sagt Rob van Straten, CEO von Skytree. "Wir wollen helfen, CO₂ in der Atmosphäre zu reduzieren, indem wir es lokal in Sektoren nutzen, die es benötigen, wie zum Beispiel im Gewächshausgartenbau. Und das tun wir auf eine Weise, die für unsere Kunden wirtschaftlich tragfähig ist."

Rob van Straten ist seit 2022 CEO von Skytree. Mit großer Leidenschaft setzt er sich dafür ein, einen positiven sozialen Einfluss zu erzielen – indem er Unternehmen und Produkte entwickelt, die einen starken wirtschaftlichen Wert bieten und dazu beitragen, ihren CO₂-Fußabdruck zu verringern.

 

Kluge und nachhaltige Integration

Die DAC-Technologie entnimmt CO₂ aus der Außenluft und leitet es durch Rohre ins Gewächshaus. Dort nutzen Pflanzen das CO₂ für ihr Wachstum. Ein Teil des CO₂ wird vorübergehend im Pflanzenmaterial gespeichert und später während des Verzehrs oder der natürlichen Zersetzung wieder freigesetzt. Dies schafft einen kurzen, natürlichen Kohlenstoffkreislauf, der die Abhängigkeit von fossilen Quellen verringert.

Die DAC-Einheit ist außerhalb des Gewächshauses installiert, aber mit dem Klimasystem des Gewächshauses verbunden. Durch eine intelligente Verbindung mit dem bestehenden Wärmenetz bleibt der Energieverbrauch niedrig. Das macht die Technologie nicht nur effektiv, sondern auch energieeffizient.
"Unsere Kunden wollen nachhaltiger werden, müssen aber auch praktisch in ihrem Betrieb bleiben", sagt Rob.

Partnerschaft als Beschleuniger

Die Verbindung zum Gewächshausgartenbausektor entstand teilweise durch Bart van Meurs von Division Q. "Bart brachte nicht nur Wissen und sein Netzwerk bei, sondern auch ein scharfes Auge für praktische Anwendbarkeit", sagt Rob. "Er half uns zu verstehen, was in einer Gewächshausumgebung wirklich gebraucht wird."
Koppert Cress ist einer der ersten Kunden; die Installation ist für Juni 2026 geplant.

Bereit zur Skalierung

Während sich viele Wettbewerber noch in der Prototypenphase befinden, liefert Skytree bereits voll funktionsfähige Systeme. Die Technologie ist bewährt, und die Nachfrage ist vorhanden.
"Jetzt liegt es an uns, die Produktion zu erhöhen", sagt Rob. "Die Dringlichkeit im Sektor ist hoch. Wir sind bereit für den nächsten Schritt."

Nachhaltige Geschichten

Introduction

Kraftvolle Geschichten, die unser Wesen widerspiegeln: Nachhaltigkeit auf jeder Ebene und in jeder Hinsicht.

  • Ökologisch

    Koppert Cress macht mit Erdwärme einen Schritt in Richtung fossilfreier Anbau

    Im Jahr 2026 macht Koppert Cress als lokaler Erzeuger für Europa einen weiteren Schritt nach vorne: Unsere Kressen werden künftig mit Erdwärme beheizt, die aus einer Quelle in über 2,3 Kilometern Tiefe stammt. Ein großer, nachhaltiger Schritt, der sich auf unsere Anbaumethoden auswirkt und zu einer zukunftssicheren Produktionsweise beiträgt.
    Zum ersten Mal fließt diese nachhaltige Energie durch alle unsere Gewächshäuser. Damit wird bei Koppert Cress der Gashahn zugedreht und wir stellen auf fossilfreien Anbau um. Darauf sind wir stolz.

  • Ökologisch

    Erwin Westers, wo regenerative Landwirtschaft und Gartenbau zusammenkommen

    Während viele Bio-Landwirte noch immer mit traditionellen Methoden arbeiten, wurde Erwin Westers es leid, „gegen Krankheiten, Schädlinge und Unkraut zu kämpfen“. Seit 2006 arbeitet er gemeinsam mit seinem Vater auf der Familienfarm an der Entwicklung eines regenerativen Landwirtschaftssystems.

  • Sozial

    Zusammenarbeit in einer inklusiven Organisation

    Warum ist es uns so wichtig, Vertrauen aufzubauen? Vertrauen zeigt jemandem, dass wir an seine Fähigkeiten, Absichten und seine Hingabe glauben, um zu einem gemeinsamen Ziel beizutragen.